Wohnen muss leistbar sein!

Aus der netten Idee des Couchsurfings und der Vermietung ind er Urlaubszeit hat sich bei AirBnB und anderen Plattformen in den letzten Jahren eine regelrechte Industrie entwickelt. Nur mehr rund ein Prozent des gesamten Angebots in Wien macht das am Couchsurfing angelehnte Konzept aus.

Aus der netten Idee des Couchsurfings in der Urlaubszeit hat sich in den letzten Jahren im Fahrwasser von Airbnb und anderen Plattformen eine regelrechte Industrie entwickelt. Heute macht das am Couchsurfing angelehnte Konzept nur mehr rund ein Prozent der Kurzzeitvermietung in Wien aus; das Gros des Angebots ist indes auf die gewerbliche Vermietung von ganzen Wohnungen oder gar Häusern ausgerichtet, auch auf der Wieden. Damit üben Airbnb & Co. starken Druck auf den Wohnungsmarkt aus. Nicht nur, weil Wohnungen fehlen, sondern auch, weil damit gesetzliche Mietzinsbegrenzungen umgangen werden. Für „normale“ MieterInnen ist der „Hotelbetrieb“ im Haus zudem oft mit Lärm und Verunsicherung verbunden.

Bezirksvorsteherin Lea Halbwidl hält das für inakzeptabel. Sie stellt sich klar auf die Seite der WiednerInnen: „Wir brauchen leistbare Wohnungen im Bezirk. Diese dürfen nicht verschwinden, nur damit Investoren Profit machen.“ Halbwidl kennt das Problem aus zahlreichen BürgerInnengesprächen und Hausbesuchen: „Ich gehe jedem Hinweis von AnwohnerInnen gemeinsam mit den Behörden auf den Grund.“ Und das durchaus mit Erfolg: Wenn Betriebsgenehmigungen fehlen oder Brandschutzbestimmungen missachtet werden, kann die Behörde nämlich die vorläufige Einstellung des Betriebs oder hohe Geldstrafen verordnen. „Hartnäckigkeit zahlt sich aus“, ist die Bezirksvorsteherin überzeugt. Gleichzeitig setzt sie sich für weitere Gesetzesänderungen ein: „Wir müssen auf vielen Ebenen ansetzen, damit Wohnen auch auf der Wieden leistbar ist.“